Forschungsgebiete
In den Gründerjahren unseres Vereins wurde im ganzen Kanton
Bern sowie vereinzelt auch in anderen Gebieten der Schweiz geforscht. Im Jura wurden
einige Höhlen, im Mittelland vor allem künstliche Stollen und Steinbrüche befahren und
dokumentiert. Der Fortschritt in der Schachtbefahrungsatechnik sowie die Herkunft vieler
Mitglieder brachten es mit sich , dass so nach und nach das Berner Oberland in das Zentrum
des Interesses rückten. Momentan arbeiten wir (respektive hätten noch zu tun) in
folgenden Gebieten:
Beatenberg - Sieben Hengste - Hohgant
Dieses nördlich vom Thunersee gelegene Gebiet, mit aktuell 36 Eingängen, beinhaltet das mit seinen gut 156 km Länge und 1340 m Tiefe achtlängste Höhlensystem der Welt (Stand Juli 2009), das Siebenhengste-Hohgant-System. Rund herum gruppieren sich weitere Höhlen mit teilweise über 60 km Länge. Solch ein Höhlenforscher-Eldorado kann nicht von einer einzigen Sektion erforscht werden. Deshalb wurde 1979 die Höhlenforschergemeinschaft Region Hohgant HRH, ein internationaler Zusammenschluss, gegründet. Die Sektion Bern, seit jeher eines der Zugpferde der HRH, arbeitet an praktisch allen Projekten der HRH mit. Momentan liegen unsere Hauptforschungsschwerpunkte hier:
Die Zone Profonde des Réseau Siebenhengste-Hohgant wird dank einem neuen Zugang wieder aktiviert im Rahmen der HRH- nach einem Dornröschenschlaf von ca. 25 Jahren.
Im F1 geht die Arbeit weiter! Nun umsomehr, da 2006 vom Senkloch her eine Verbindung in diese Riesenhöhle gefunden wurde und damit der Zustieg zum tiefen Teil wesentlich kürzer geworden ist. Viele Schlote müssen erklettert werden!
Der benachbarte Bärenschacht, ein tiefes, dreidimensionales Labyrinth bietet noch Arbeit für Generationen! Pro Jahr werden 1-2 km Gänge neu vermessen. Am 4. März 2011 wurde die 70km Marke überschritten! Eine Verbindung mit dem System im Norden bleibt der Traum für die Zukunft...
Die Flühe oberhalb Beatenberg sind immer noch und eher wieder Ziel von Forschungsaktivitäten, da nie eine systematische Prospektion abgeschlossen wurde. Im Fitzlischacht wird sporadisch gebuddelt...

In der oberhalb Habkern gelegenen Chromatte befinden sich längere Höhlen im Sandstein. Diese werden zurzeit nachvermessen und ab und zu wird Neuland gefunden. Im ebenfalls dort liegenden Faustloch wartet noch viel Forschungsarbeit auf uns.
Man zog aus dem Häliloch |
Die Nachvermessung der Haglätschhöhle am Hohgant, ein SGHB-Klassiker, ist soweit was die Feldarbeit angeht abgeschlossen. Ganze 2.5km Neuland sind zum Vorschein gekommen und die Höhle misst jetzt 7.67km!
Die Beatushöhle
ist zwar eine für den
Tourismus ausgebaute Schauhöhle, aber dennoch war sie lange nicht vollständig erforscht.
Eine zwischen 1993 und 1996 durchgeführte Planüberarbeitung ergab über 1 km neue
Gänge! 2001 war es dann soweit, wir können dieses Höhlensystem mit einer vermessenen
Gesamtlänge von nahezu 12km als "erforscht" betrachten.
Häuselmann, Ph. (2002): |
Ein wunderschönes Karrenfeld hinter dem Schilthorn und Forschungsgebiet unserer Oberländer Kollegen. Aktuell (Herbst 2007) ist das grösste Objekt (Seebachhöhle) rund 200m tief und über 400m lang.

<<<under
exploration!>>>
Walop
Die Walop, zwischen Boltigen (Simmental) und Jaun gelegen, lieferte uns einige Dutzend nicht sehr grosser Höhlen. Trotz dieser speleologisch gesehen geringen Ausbeute wurden die Waloplager, die normalerweise nur während zwei Wochen im Sommer stattfanden, immer gut besucht. Da das Gebiet ziemlich abgelegen liegt, fehlen leider seit längerem die Kapazitäten, dort weiterzuforschen...
Das Prospektionsgebiet (Sektor Y) Walop im Simmental
Stockhorn
Das Stockhorngebiet im Simmental ist unser Sorgenkind. Anfang der 70er-Jahre in Angriff genommen, gediehen die Arbeiten, und die Aufnahme der Höhlen machte viele Fortschritte. Doch kurz vor dem Ende der Arbeiten schien der Elan erlahmt zu sein. Oder geht's im Hakenschacht weiter?
Der gute Höhlenkamarad:
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Sägistal
Im Sägistal Forschen wir zusammen mit unseren Kollegen vom ISAAK ebenfalls seit einigen Jahren und machen Forschungslager. Es gilt noch grosse Teile der Schränni systematisch zu prospizieren und eine Unmenge von Höhlen zu erforschen. Im Lager 2010 wurden alleine im E-Sektor 26 neue Objekte aufgenommen.

Ausland:
Ab und zu (oder eher öfters...) verlassen auch einige unserer Mitglieder die heimatlichen Forschungsgefilde und tummeln sich in weit entfernten Löchern auf der ganzen Welt:
Rumänien (Nachvermessungsprojekt Humpleu)
Kaukasus
China
Spanien
Frankreich
Slovenien
Indien
Laos