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An drei Wochenenden wurden dieses Jahr Daten von 12 Forscher-/innen und 12 Messgeräten (Kompasse und Neigungsmesser) gesammelt. Beteiligt haben sich die Klubs/Sektionen:

  • OGH

  • GIPS

  • SCUCL

  • SGH Bern

  • SGH Lenzburg

(c) HRH 2000
Bild: Erich und Andy trotz kühlem Nieselwetter beim Punkt C1.

 

Das feuchtkalte Wetter am 15. Juli tat der Stimmung nicht gross Abbruch, und wir überwanden uns die wohlige Hüttenwärme zu verlassen. Der Aufwand hat sich, obwohl die Korrekturwerte aus Zeitmangel noch nicht alle ausgerechnet werden konnten, auf jeden Fall gelohnt:
  • Mehrere fabrikneue Geräte wurden erstmals getestet und bei einem wurde eine Ungenauigkeit entdeckt, die wahrscheinlich auf eine verbogene Achse hinweist. Das Gerät konnte ausgetauscht werden.
  • Das Ableseverhalten der Ableser/-innen konnte direkt verglichen und z.T. korrigiert werden.
  • Es gab einige AHA-Erlebnisse...(damit ist schon viel gewonnen!)
(c) HRH 2000
Bild: Andy (ein anderer!) und Stefan im Trockenen bei Punkt C10.

 

(c) HRH 2000
Bild: Andy, Erich, Andy (noch ein anderer!) und Simone beim Punkt C12.

 

Während des Jahres machten wir bei verschiedenen Gelegenheiten Entdeckungen, die mit Messfehlern zusammenhängen:
  • Ein relativ alter und dementsprechend gebrauchter Neigungsmesser wies plötzlich (?) eine enorme Exzentrizität auf: Wir massen die Werte vorwärts und dann wieder Rückwärts und stellten eine systematische Differenz von mindestens 2g fest!
  • Auf der Nachvermessung in der Haglätsch mussten wir einen Ringschluss von ca. 40m drei (sic!) Mal machen, bis er endlich stimmte -> Ursachen: Müdigkeit rsp. falsches Ableseverhalten.
  • Ebenfalls auf der Nachvermessung in der Haglätsch fanden wir in der 1. Nachvermessung (arg!) einen klassischen, zufälligen Ablesefehler auf einer 20m Messstrecke, es wurde 24g statt 16g abgelesen , also auf der falschen Seite des Striches.... Finden konnten wir den Fehler nur durch die Überprüfung der Ringschlüsse in Toporobot. In der Schlaufe vom Umlaufgang/Traugang (ca.160m) ist jetzt statt 4m nur mehr ein Höhenfehler von 19cm. Und in den Richtungen stimmt es auch prächtig: 44cm auf 2cm!
  • ...es ist sehr gefährlich, den Kompass während des Ablesens mit einer kleinen Taschenlampe zu beleuchten. Ablesefehler von 3-4g pro Messstrecke sind die Regel! (Ursache sind die magnetischen Batterien)

 

blink1.GIF (1346 Byte) Es hat sich gezeigt, dass die, an und für sich alte Taktik, des gleichzeitigen Vorwärts- und Rückwärtsvermessens die einzige Methode ist, die zufällige Messfehler zuverlässig verhindert. Das Argument zieht nicht, dass das viel länger brauche, als eine Vermessung nur in einer Richtung. Es dauert nicht länger, wenn man die später nötigen aufwendigen Fehlersuchjagden und Nachvermessungen miteinrechnet - es ist nur auf den ersten Blick bequemer!

Deshalb gilt für alle Ringschlüsse, aber auch besonders für wichtige Gangabschnitte, die nicht mit Ringschlüssen getestet werden können: "Immer sofort vorwärts und rückwärts vermessen!"

Das empfiehlt sich auch für Neulinge oder Leute die noch keine grosse Erfahrung im Umgang mit den Messgeräten haben. Der Effekt ist ein doppelter: 1. ist die Vermessung korrekt, 2. Bekommt die ablesende Person gerade eine gute Übung.

 


Von R. Kummer, 23.1.2001

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