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2001>>
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An drei Wochenenden wurden
dieses Jahr 20 Messserien erhoben und dabei Daten von 5 Forscher-/innen und 9 Messgeräten
(Kompasse und Neigungsmesser) der SGH Bern gesammelt.
Aus Zeitmangel des Autors wurde
kein grossangelegtes Eichungswochenende organisiert. Sorry, nächstes Jahr wieder...
Einige fabrikneue Geräte
konnten evaluiert werden, wovon mindestens ein Klinometer nicht zu gebrauchen war. Die
Exzentrizität dieses Gerätes (A4) überschritt deutlich Vergleichswerte von besseren
Geräten (A5). Beide Geräte sind fabrikneu. Mit Exzentrizität ist der
Unterschied zwischen Vorwärts- und Rückwärtsmessung derselben Strecke gemeint.
Untenstehend sieht man dass die
relevanten Grössen der beiden Geräte sich deutlich unterscheiden:
Mittelwertdifferenzen
Extremwertdifferenzen
Standardabweichung
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- Eine unangenehme Entdeckung machten wir dank dem
"feuchtkalten" Wetter auf der Chromatte:
Suunto verweist in der Konstruktionsbeschreibung der Klinometer (und wahrscheinlich auch
der Kompasse) auf die Dämpfflüssigkeit in der Gerätekapsel. Diese Flüssigkeit, so der
Prospekt, "behält ihre Eigenschaften sowohl unter arktischen als auch unter
tropischen Verhältnissen".
Etwas kühl, aber keineswegs arktisch, war es auf der Chromatte schon am Morgen früh.
Doch offenbar reichte es aus, dass sich die Dämpfflüssigkeit oder das Gehäuse des
Messgerätes verformte. Wir beobachteten plötzlich, an dem am Vortag ausgezeichneten
Gerät, eine Exzentrizität von mehr als 5g!! Etwas Körperwärme brachte den alten
Zustand zurück und das Gerät mass wieder korrekt...
Dies deutet darauf hin, dass die Beobachtungen von "eingefrorenen" Geräten
verschiedener Ablesern in sehr kalten Höhlen stimmen.
Fazit: Wenn es sehr kalt war und etwas mit dem Neigungsmesser oder Kompass plötzlich
nicht mehr zu stimmen scheint, könnten einige Minuten Körperwärme (nicht Backofen!)
eventuell helfen.
- Entgegen einiger Gerüchte hat SUNTOO die Produktion
der Messgeräte NICHT eingestellt - lediglich einige Modelle werden
nicht mehr produziert.
- Erfreulich ist auch, dass sich durch das Fortschreiten
der Technik mittelfristig Alternativen zeigen, die die konventionellen
Geräte mehr als ersetzen können. Bis sich diese in finanziell erschwinglichen
Regionen bewegen, werden wir allerdings noch einige Jahre mit unseren
Aluklötzchen weitermessen...
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Von R. Kummer,
30.9.2001
