Von
Ph. Häuselmann
Problemstellung |
Aufgrund
der gemachten Erfahrungen mit Beatus- und anderen Höhlenplänen
wurde ein Raster entworfen, welches festlegt, in welcher Reihenfolge was
auf dem Tusch-Reinplan zu zeichnen ist. So wird vermieden, dass z.B. ein
Gefällspfeil plötzlich kaum mehr Platz zwischen den Versturzblöcken
hat, oder dass das Einzeichnen eines Bruches oder Verwerfung mit einem
Profil kollidiert.
Im Bewusstsein, dass mehr und
mehr Forscher auf die sogenannt "altmodischen" Tuschstifte verzichten
und den Plan stattdessen elektronisch zeichnen dennoch soll die nachfolgende
Reihenfolge hier veröffentlicht werden. Vielleicht kann das eine
oder andere auch noch von Computerzeichnern benutzt werden.
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| Verwendete
Strichdicken
"rapidograph"
von Rotring

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Die nachfolgende Beschreibung geht davon aus, dass drei Tuschstifte benutzt werden: 0.4 (da im Masstab 1:500 die ursprüngliche Grösse 0.5 fast zu fett ist), 0.25 und 0.18-Stifte (Die Zahlen stehen für die jeweiligen Strichdicken in mm). Bei der Benutzung von nur zwei Stiften können 0.25 und 1.8 zusammengelegt werden.
0.4
- Umrisse im Fels
- Umrisse im Sediment (0.25!)
- Naturbrücken
0.25
- Absätze, Absatzzeichen
- Mauern (für Schauhöhlen)
- Elektrokästen (für
Schauhöhlen)
- im Seitenriss: Treppen
- im Grundriss: Leitern
- Gefällspfeile
- Wasserpfeile
- Windpfeile
0.18
- Gefällslinien
- im Seitenriss: Seen
und Wasserfälle
- danach: Einzeichnung der
Höhlenfüllung und - gestalt; das "Zeichnen" i.w.S.
ausser den vorher und nachher besprochenen Sachen
- Sinter
- im Grundriss: Seen
- Wandsinter, Kolke u.ä.
- im Grundriss: Treppenstufen
(für Schauhöhlen)
- Wandschnee oder -eis
0.25 (u.U. teilweise 0.4)
- Abgänge ab dem Blatt
(im Atlasblattsystem)
- Brüche, Schichtfugen
- Profilspuren
- im Seitenriss: Striche,
wo ein Gang abzweigt
- Korrekturen i.A.
- sofern vorhanden: vom Hauptgang
abgetrennte Seitengänge (Wiederholung der ganzen Prozedur)
- Pfeile zur Zuweisung der
abgetrennten Seitengänge (falls gewünscht)
- im Seitenriss: Profile
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